„Lesen bildet – Reisen auch.“ Was liegt also näher, als etwas über das Reisen zu lesen. Da schlägt man die berühmten zwei Fliegen mit einer Klappe. Gerade wenn der Winter so streng und heftig wie in den letzten Wochen „getobt“ hat, sehnt man die Sonne herbei. Und wenn man etwas über das Reisen liest und an Urlaub denkt, lebt man auch in der eher grauen Jahreszeit wieder auf.
Unterschiedlich Reisen
Reisen kann man auf vielfältige Art und Weise. Der eine liebt das Ausspannen am Strand, ein anderer sucht die Einsamkeit und ein dritter braucht unbedingt den kulturellen Reiz. Mancher möchte sich „nur“ erholen, während es auch Menschen gibt, die gerade im Urlaub nicht stillsitzen können und großen Aktionismus an den Tag legen. Auch in diesem ideaSpezial „Reisen & Erholung“ haben wir einen weiten Bogen in der Beschreibung von Urlaubsaktivitäten geschlagen. Wir haben versucht, dabei die ausgetretenen Touristenpfade zu meiden. Stattdessen möchten wir Ihnen gerade auch Unbekanntes vorstellen.
„Aus-Zeit“ nehmen
Bei allem Fernweh und der Aussicht auf Horizonterweiterung soll aber auch der Gedanke vom Erholen nicht zu kurz kommen. „Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und des Erntens“, so heißt es im beim Propheten Moses (2.Mose 34,21). Gott hat uns Menschen also das Ausruhen verordnet. Gerade auch dann, wenn mehr Arbeit da ist, als man meint, bewältigen zu können. Mir fällt der Gedanke an Urlaub bei sich türmender Arbeit sehr schwer. Und welcher Landwirt nimmt schon während der Ernte eine Auszeit? In der heutigen Leistungsgesellschaft scheinen solche Überlegungen fehl am Platz.
Ausruhen muss sein
Als Christen dürfen wir aber wissen, dass uns die Dinge, die Gott uns verordnet, zum Besten dienen. Also auch die Auszeit von der Arbeit – so unpassend es uns auch manches Mal erscheinen mag. Wir brauchen aber die Erholung – für Leib und Seele. Nur wer ausgeruht ist, kann Leistung erbringen. Nach dem Motto: „Einige Tage aussteigen, um wieder voll einzusteigen.“ Und niemandem hat es bis jetzt wirklich geschadet, das Mobiltelefon nicht ständig angeschaltet zu haben. Nehmen wir Gottes Ratschlag ernst und gehen wir – soweit möglich – auf Distanz zur Unruhe des Alltags. Es muss nicht der zweiwöchige Traumurlaub am Palmenstrand oder der hektische Einkaufstrip nach New York oder Hongkong sein. Ein Wochenende mit der Familie, eine Städtetour in Deutschland mit Freunden oder die Gemeindefreizeit bringen oftmals mehr Entspannung als eine Fernreise.
Näher zu Gott
Die Zeit des Ausruhens sollten wir auch dazu nutzen, um wieder enger mit Gott in Kontakt zu kommen. Im Urlaub bietet es sich regelrecht an, mehr als sonst Gottes Wort zu studieren. Das kann man am besten mit anderen Christen. Und der Besuch eines Gottesdienstes im Ausland oder in einer unbekannten Gemeinde erweitert auf jeden Fall den Horizont. Da kann man das Nützliche gleich mit dem Angenehmen verbinden.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen angenehme Aussichten auf die nächste „Aus-Zeit“.
Herzlichst
Ihr
Rainer Küchler
(Geschäftsführer der Evangelischen Nachrichtenagentur idea)